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Nur zu Besuch

Immer
wenn ich Dich besuch', fühl ich mich grenzenlos.
Alles and're ist von hier aus so weit weg.
Ich
mag die Ruhe hier zwischen all'
den Bäumen,
als ob es den Frieden auf Erden wirklich gibt.
Es ist ein schöner Weg der unauffällig zu Dir
führt.
Ja ich hab ihn gern, weil er so hell und
freundlich wirkt.
Ich habe Blumen mit, weiß nicht ob Du sie magst.
Damals hättest Du Dich wahrscheinlich sehr
gefreut.
Wenn sie Dir nicht gefall'n, stör' Dich nicht
weiter dran.
Sie werden ganz bestimmt bald wieder weggeräumt.
Wie es mir geht? Die Frage stellst Du jedes Mal.
Ich bin OK. Will nicht daß Du Dir Sorgen machst.
Und so red' ich mit Dir wie immer,
so als ob es wie früher wär.
So als hätten wir jede Menge Zeit.
Ich spür Dich ganz nah hier bei mir,
kann Deine Stimme im Wind hör'n
und wenn es regnet, weiß ich daß Du manchmal
weinst.
Bis die Sonne scheint. Bis
sie wieder scheint...
Ich soll Dich grüßen von den Ander'n.
Sie denken alle noch ganz oft an Dich.
Und Dein Garten, es geht ihm wirklich gut,
obwohl
man merkt daß Du ihm doch sehr
fehlst.
Und
es kommt immernoch Post ganz
fett adressiert an Dich.
Obwohl
doch jeder weiß, daß Du
weggezogen bist.

Und
so red' ich mit Dir wie immer und
ich verspreche Dir,
wir
haben irgendwann wieder jede
Menge Zeit.
Dann
werden wir uns wiederseh'n.
Du
kannst Dich ja kümmern, wenn Du
willst,
daß
die Sonne an diesem Tag auch auf
mein Grab scheint.
Daß
die Sonne scheint. Daß sie
wieder scheint...
Text: Die Toten Hosen

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